Trojan Horse

Was ist ein Trojanisches Pferd?

Zuletzt bearbeitet: 23 September 2019
Lesezeit: 2 Minuten, 21 Sekunden

Trojan Horse ComputerEin Trojanisches Pferd (kurz: Trojaner) ist eine Art Malware. Es ist in einem Computerprogramm versteckt, und nach der Installation verschafft ein Trojaner Kriminellen unbemerkt Zugang zu deinem Computer. Es ist eine Art Hintertür, die von böswilligen Personen benutzt werden kann, um heimlich die Kontrolle über deinen Computer und deine Dateien zu erlangen. Hier kommt auch der Name Trojanisches Pferd her; es ist ein Hinweis auf das trojanische Pferd, mit dem die Griechen von innen die Tore von Troja für eine großangelegte Invasion öffneten.

Wie fängt man sich einen Trojaner ein?

Es gibt verschiedene Arten, auf die sich dein Computer mit einem Trojaner infizieren kann. Das kann zum Beispiel über einen Anhang einer E-Mail erfolgen. Trojaner sind auch oft in pornografischem Material versteckt, verbreiten sich über Chat-Programme und schlummern in Dateien in Torrent-Netzwerken. Als Nutzer merkt man häufig nicht sofort, dass er eigene Computer von einem Trojaner infiziert wurde. Böswillige Personen haben unbemerkten Zugriff auf deine Dateien, und du bemerkst nichts. Die Hacker, die Zugriff auf deinen PC erhalten, können unter anderem Dateien von deiner Festplatte kopieren, bearbeiten und löschen.

Die Folgen einer Infektion mit einem Trojaner

Wenn dein Computer mit einem Trojaner infiziert ist, kann dieser von Hackern / Kriminellen übernommen werden. Diese Kriminellen können beispielsweise:

  • Dateien stehlen, ändern oder zerstören.
  • Kennwörter und Anmeldedaten abrufen.
  • Deinen PC benutzen, um andere Netzwerke oder Server anzugreifen (z. B. durch einen DDos-Angriff).
  • Der Computer regelmäßig abstürzen lassen.
  • Das Betriebssystem übernehmen.
  • Tastenanschläge registrieren.
  • Websites mit deinem PC besuchen.
  • Deinen Computer in ein großes Botnetz einbauen.

Unterschiede zwischen Trojaner, Virus und Wurm

Ein Virus arbeitet nach der Aktivierung selbständig und beschädigt beispielsweise einen infizierten Computer. Ein Trojaner an sich verursacht keinen Schaden; er gibt lediglich Kriminellen die Möglichkeit, unbemerkt in deinen Computer einzudringen. Das Ausmaß des Schadens hängt davon ab, welche Aktionen die Kriminellen anschließend auf deinem Computer ausführen. Es ist auch möglich, dass ein Virus einen Trojaner mit dabei hat. Dein Computer ist dann mit einem Virus infiziert und gleichzeitig gibt der Trojaner Hackern Zugriff auf deinen Computer. Im Gegensatz zu einem Computerwurm kann ein Trojaner sich nicht unabhängig über ein Netzwerk verbreiten.

Trojaner vermeiden

Ein paar Tipps, um das Risiko einer Infektion mit einem Trojaner zu verringern:

  • Verwende immer eine gute Antivirensoftware. Antivirensoftware bekämpft in der Regel auch Trojanern.
  • Öffne keine verdächtigen E-Mail-Anhänge.
  • Achte darauf, welche Dateien du herunterlädst und öffnest. Es lohnt sich immer, Dateien mit Anti-Malware-Software zu scannen, wobei ein guter Anti-Virus-Scanner schon automatisch eine Warnung meldet, sobald du eine infizierte Datei öffnen möchtest.

Sollte sich dein Computer trotz allem mit einem Trojaner infiziert haben, führe einen vollständigen Virenscan deines Computers durch. Eine zuverlässige Antivirensoftware wird den Trojaner erkennen und die Bedrohung entfernen.

Hauptautor:

Mehr Artikel aus dem ‘Malware’ Dossier

Kommentare
Einen Kommentar verfassen
Einen Kommentar verfassen