- Browser Fingerprinting und WebRTC und WebGL Leaks
- Was sind WebRTC und WebGL?
- Wie kann WebRTC meine echte IP-Adresse aufdecken?
- Welche VPNs schützen vor WebRTC-Leaks?
- Wie kann ich überprüfen, ob mein Browser private Informationen leakt?
- Wie kann ich WebRTC und WebGL Leaks verhindern?
- WebRTC- und WebGL-Schutz nach Browser
- Zusammenfassung: Testen Sie Ihre Anonymität
Unzählige Benutzer werden Ihnen sagen, dass sie ein Virtual Private Network (VPN) heruntergeladen haben, um online anonymer zu sein. Egal, ob es darum geht, die Zensur der Regierung zu umgehen oder unerwünschte Online-Tracker zu vermeiden, der Schutz der eigenen Identität ist in der heutigen Online-Welt von größter Bedeutung.
Aber zwei hartnäckige und heimtückische Sicherheitslücken bleiben bestehen – WebRTC (Real-Time Communication) und WebGL (Graphics Library) Leaks. WebRTC kann Ihren wahren Standort über Ihre IP-Adresse verraten, während WebGL Informationen über Ihr Gerät preisgeben kann. Wenn Sie ein schwaches VPN und Standardeinstellungen in gängigen Browsern (wie Chrome) verwenden, können diese Leaks auch weiterhin auftreten. Sie können auch Ihre Privatsphäre durch Browser-Fingerprinting gefährden.
Unsere Tests haben ergeben, dass Surfshark und NordVPN WebRTC-Leaks konsequent blockieren.
Wenn Sie WebGL-Leaks verhindern möchten, müssen Sie sich einen guten privaten Browser zulegen oder die Einstellungen Ihres aktuellen Browsers anpassen. Welchen Weg Sie auch immer einschlagen möchten, in unserem vollständigen Leitfaden über WebRTC- und WebGL-Leaks und wie Sie diese beheben und verhindern können, finden Sie weiter unten alles Wissenswerte.
Ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN) schützt Ihre Daten vor Hackern, Werbung und anderen unerwünschten Online-Trackern und wahrt gleichzeitig Ihre Privatsphäre. Ein VPN tut dies, indem es Ihren Internetverkehr verschlüsselt und Ihnen eine anonyme IP-Adresse zuweist. Leider entwickeln sich die Online-Überwachungstechniken ständig weiter und werden immer raffinierter.
Außerdem sind nicht alle VPNs gleich. Auch bei einem minderwertigen Dienst können Teile Ihrer Identität mithilfe von Browser-Fingerprinting, das WebRTC- und WebGL-Leaks nutzt, zurückverfolgt werden.
In diesem Beitrag erklären wir Ihnen genau, was WebRTC- und WebGL-Leaks sind und warum Sie sich vor ihnen in Acht nehmen müssen, wenn Sie online völlig anonym sein wollen.
Browser Fingerprinting und WebRTC und WebGL Leaks
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Wenn Sie WebRTC- und WebGL-Leaks verstehen und wissen möchten, wie sie sich auf die Privatsphäre auswirken, müssen Sie sich mit einer neuen Art des Online-Trackings beschäftigen, dem sogenannten Browser-Fingerprinting.
Um Ihre Online-Privatsphäre zu schützen, müssen Sie diese Form des Trackings unterbinden. Beim Browser-Fingerprinting wird versucht, Ihrem Gerät auf der Grundlage Ihres Browsers und Ihrer Einstellungen ein eindeutiges Profil oder einen „Fingerprint“ zuzuweisen.
Wenn Sie einmal mit einem „Fingerprint“ gekennzeichnet sind, können Online-Tracker Ihr Internetverhalten und Ihre Interessen erfassen – ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre, der für Werbung oder andere Zwecke genutzt werden könnte. WebRTC und WebGL sind ein wichtiger Teil dieses Fingerprints.
Was sind WebRTC und WebGL?
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Was genau sind WebRTC und WebGL? Es handelt sich um zwei Plug-ins, die in den meisten Browsern, wie Chrome und Firefox, zum Standard gehören.
Diese Plug-ins wurden eingeführt, um Ihr Browsing-Erlebnis insgesamt zu verbessern und Kompatibilität mit anderen Programmen zu gewährleisten. Doch leider schränken sie auch Ihre Online-Anonymität ein. Während WebGL im Allgemeinen ein starker Indikator für die Fähigkeiten Ihres Browsers und andere Hardware-Informationen ist, gibt WebRTC manchmal versehentlich Ihre echte IP-Adresse preis – und verrät damit Ihren wahren Standort.
WebRTC (Web Real-Time Communication)
WebRTC ist eine wichtige Software-Spezifikation für die Einbindung von Echtzeit-Streaming-Elementen zwischen Browsern und Geräten über den HTML5-Standard. Im Prinzip wird es für die Audio- und Videokommunikation (Peer-to-Peer) im Web benötigt.
Durch moderne APIs (gebündelte Softwarefunktionen) ermöglicht WebRTC Videochats direkt von Ihrem Browser aus, so dass Sie keine Videokonferenzsoftware wie Skype oder Zoom installieren müssen.
WebGL (Web Graphics Library)
WebGL hingegen ermöglicht das Hardware-Rendering von 3D-Grafiken in Ihrem Browser, sofern Ihr Computer dazu in der Lage ist. Während bei WebRTC Ihre öffentliche IP-Adresse preisgegeben wird, kann WebGL Informationen über die Hardware Ihres Geräts offenlegen – wie das Betriebssystem (OS) und den Browser Ihres Geräts.
Websites nutzen all diese Informationen, um den einzigartigen „Fingerprint“ zu erstellen, mit dem Sie identifiziert werden können.
Wie kann WebRTC meine echte IP-Adresse aufdecken?
Einer der Hauptgründe, warum Menschen ein VPN benutzen, ist, ihre echte IP-Adresse zu verbergen. Dies hilft ihnen, anonym und sicher zu bleiben. WebRTC hat jedoch Zugriff auf Ihre echte IP-Adresse. Sobald Ihr Browser um die Erlaubnis bittet, sich mit Ihrer Kamera oder Ihrem Mikrofon zu verbinden, muss Ihre öffentliche IP-Adresse übermittelt werden, um die Verbindung herzustellen. Diese Direktverbindung ermöglicht Ihnen einen einfachen Video-Chat innerhalb des Browsers, verrät aber auch Ihren tatsächlichen Standort.
In manchen Fällen muss die Peer-to-Peer-Funktionalität von WebRTC Ihre echte IP-Adresse übermitteln, um zu funktionieren, was als WebRTC-Peering bezeichnet wird. Einige VPNs verbergen die öffentliche IP-Adresse eines Computers vor WebRTC, aber nicht alle schaffen das.
Welche VPNs schützen vor WebRTC-Leaks?
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Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels haben nur zwei große VPN-Anbieter unseren WebRTC-Leaks-Test durchweg bestanden: Surfshark und NordVPN.
Andere VPN-Anbieter sind zwar in der Lage, WebRTC-Leaks zu neutralisieren, sind aber nicht konsequent genug, um sie vollständig zu verhindern. Die meisten günstigen oder kostenlosen VPN-Anbieter versuchen nicht einmal, WebRTC Leaks zu verhindern. Wenn Sie auf der Suche nach erstklassiger Sicherheit und Anonymität sind, verdeutlicht dieses Problem, wie wichtig es ist, einen zuverlässigen und etablierten VPN-Anbieter zu wählen, anstatt nur nach einem kostenlosen Angebot zu suchen.
Surfshark: Schutz vor WebRTC Leaks, höchste Geschwindigkeiten, bester Preis

Surfshark ist einer der besten VPN-Anbieter, die es zur Zeit gibt. Interessanterweise ist er auch einer der günstigsten. Bei unseren Tests (wir zeigen Ihnen später, wie Sie diese selbst durchführen können) hat er uns wiederholt vor WebRTC Leaks geschützt. Surfshark verfügt außerdem über 3.200 Server in 65 Ländern auf der ganzen Welt, die alle Spitzengeschwindigkeiten und sichere Verbindungen bieten.
Surfshark arbeitet mit einigen der stärksten verfügbaren Verschlüsselungsprotokolle und ermöglicht es Ihnen, sich gleichzeitig mit so vielen Geräten zu verbinden, wie Sie möchten. Surfshark ist ein großartiges VPN für den Schutz vor WebRTC Leaks, bietet erstklassige Sicherheitsfunktionen, hohe Geschwindigkeiten und einen unschlagbaren Preis. Sie können das Programm 30 Tage lang testen, indem Sie die kostenlose Geld-zurück-Garantie von Surfshark in Anspruch nehmen.
Sicheres und anonymes Internet ab € 2.49 pro Monat
NordVPN: Versiegelt WebRTC-Leaks, Top-Sicherheitsprotokolle mit blitzschneller Geschwindigkeit

NordVPN ist ein weiterer unserer bevorzugten, sicherheitsorientierten VPN-Dienste. Er ist günstig, bietet über 5.400 Server in 50 Ländern rund um den Globus und funktioniert auf fast allen Betriebssystemen. NordVPN hat eine strikte No-Logging-Politik und verhindern WebRTC-Leaks konsequent und zuverlässig, so dass Sie sicher sein können, dass Ihre Daten sicher sind und anonym bleiben.
Darüber hinaus ist NordVPN einfach zu installieren und verfügt über eine übersichtliche, benutzerfreundliche Oberfläche, was die tägliche Nutzung der Software angenehm macht. Sie können NordVPN 30 Tage lang kostenlos testen, um zu sehen, ob Sie den WebRTC-Schutz von NordVPN dem von Surfshark vorziehen.
Wie kann ich überprüfen, ob mein Browser private Informationen leakt?
Es gibt mehrere Websites, mit denen Sie überprüfen können, ob Ihr Browser Ihre persönlichen Daten übermittelt. Mit einem einfachen Klick werden Sie feststellen, dass diese Websites unter anderem Ihre IP-Adresse, die Art des von Ihnen verwendeten Betriebssystems und Ihren Browser erkennen können.
WebRTC Leaks prüfen
Wenn Sie nach WebRTC Leaks suchen, ist es besonders wichtig, zu prüfen, ob Ihre echte öffentliche IP-Adresse offengelegt wird. Bei der Verwendung von NordVPN und Surfshark auf diesen Websites wurde unsere WebRTC-IP-Adresse als anonyme IP-Adresse des VPN und nicht als unsere echte IP-Adresse angezeigt – und das ist genau das Ergebnis, das Sie wollen.
https://vpnoverview.com/wp-admin/Ihre öffentliche IP-Adresse ist die Adresse, die Sie anderen Online-Einrichtungen wie Websites, Cookies, Trackern usw. übermitteln. Einige der besten Testseiten sind:
- Browserleaks (bietet Tests für WebRTC und WebGL Leaks)
- Proxy6
- Deviceinfo
- AmIunique
- Brax
WebGL Leaks prüfen
VPNs können Ihren wahren Standort und Ihre Identität schützen, aber leider kann WebGL dennoch einige Informationen über Ihre Hardware, wie Ihren Browser und Ihr Betriebssystem, preisgeben. Sie können mit Browserleaks genau überprüfen, welche Informationen Sie preisgeben. WebGL verrät zwar nicht Ihre IP-Adresse, wie es bei WebRTC der Fall ist, aber es trägt zur Erstellung eines eindeutigen Browser-Fingerprints bei.
In der Tabelle unten finden Sie eine Reihe von WebGL-Funktionen, die sowohl vom Microsoft Edge-Browser als auch von Firefox stammen. Beachten Sie, dass Firefox ein eher datenschutzorientierter Browser ist und daher weniger Funktionen enthält als Edge.
| Unterstützte WebGL-Erweiterungen (Edge) | Unterstützte WebGL-Erweiterungen (Firefox) |
|---|---|
| WEBGL compressed texture s3tc | EXT color buffer float |
| OES texture float | EXT float blend |
| OES texture float linear | EXT texture compression bptc |
| EXT texture filter anisotropic | EXT texture filter anisotropic |
| OES standard derivatives | OES texture float linear |
| ANGLE instanced arrays | WEBGL compressed texture s3tc |
| OES element index uint | WEBGL compressed texture s3tc srgb |
| WEBGL depth texture | WEBGL lose context |
| EXT frag depth | |
| OES texture half float | |
| OES texture half float linear | |
| WEBGL lose context | |
| OES vertex array object | |
| WEBGL draw buffers | |
| EXT blend minmax | |
| EXT shader texture lod | |
| EXT color buffer half float | |
| WEBGL color buffer float | |
| WEB GL debug renderer info |
Wie kann ich WebRTC und WebGL Leaks verhindern?
Die Nutzung eines erstklassigen VPN-Dienstes wie Surfshark oder NordVPN ist der Ausgangspunkt, um WebRTC- und WebGL-Leaks zu verhindern. Diese VPN-Anbieter verfügen über einen eingebauten Schutz gegen solche Leaks – insbesondere WebRTC. Allerdings können VPNs nicht alle Datenlecks ausgleichen. Dies muss vom Benutzer für jeden Browser manuell angepasst werden, soweit dies möglich ist.
Wenn Sie sich entscheiden, ein minderwertiges VPN oder gar kein VPN zu verwenden, müssen Sie natürlich eine spezielle Erweiterung wie uBlock Origin herunterladen und installieren.
uBlock Origin

Um mögliche WebRTC Leaks zu verhindern, können Sie uBlock Origin verwenden. Das ist ein zuverlässiger und vertrauenswürdiger Adblocker, der oft als einer der besten kostenlosen Adblocker auf dem Markt gilt. Die Anwendung ist völlig kostenlos und funktioniert mit Safari, Opera, Edge, Chrome, Firefox, Brave und Epic Privacy Browser.
Sie müssen die Erweiterung nur in Ihren Browser herunterladen und schon können Sie loslegen. Damit sind Sie vor den meisten Formen des Online-Trackings geschützt und müssen nicht mehr so viel lästige Werbung sehen wie sonst. uBlock Origin deaktiviert auch ganz einfach die WebRTC-Funktionalität. Alles, was Sie tun müssen, um sicher zu gehen, dass Sie geschützt sind, ist eine Einstellung zu ändern. So funktioniert’s:
- Klicken Sie auf die Erweiterung in der oberen rechten Ecke Ihres Browsers.
- Klicken Sie auf das Symbol Einstellungen ganz rechts, direkt unter dem großen Ein/Aus-Schalter.
- Aktivieren Sie das Kästchen „Verhindern, dass WebRTC die lokale IP-Adresse ausspäht“, das dritte Element auf der Registerkarte „Datenschutz“.
Sobald Sie dies getan haben, können Sie sicher sein, dass Ihr Browser Ihre lokale IP-Adresse mittels WebRTC leakt. Sie können jetzt mit einem der oben verlinkten Prüfprogramme erneut überprüfen, ob Sie Leaks haben.
WebRTC- und WebGL-Schutz nach Browser
Ihr Browser kann einen echten Unterschied machen, wenn es um die Menge an WebGL-Informationen geht, die versendet werden. Deshalb unterscheiden sich die Maßnahmen, die Sie ergreifen müssen, um Ihren Online-Verkehr vor WebRTC- und WebGL-Leaks zu schützen, je nachdem, welchen Browser Sie verwenden.
Nachfolgend zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Privatsphäre mit den beliebtesten Browsern, die derzeit verfügbar sind, verbessern können.
Firefox

Wir haben Firefox gewählt, weil er der benutzerfreundlichste und datenschutzfreundlichste Browser ist, den wir kennen. Sie können den Browser nach Belieben anpassen und wir haben sogar eine vollständige Anleitung zusammengestellt, wie Sie Firefox als anonymen Browser einrichten können. Wenn Sie diese Einstellungen geändert haben, bietet nur noch der Tor-Browser mehr Anonymität.
Um WebRTC- und WebGL-Leaks und Browser-Fingerprinting zu verhindern, müssen Sie vier wichtige Einstellungen vornehmen:
Einstellung 1: Inhalte und Tracker blockieren
Mit dieser Einstellung können Sie verhindern, dass Tracker und Cookies Sie im Internet überwachen. Klicken Sie auf das Informationssymbol (der Kreis mit dem „i“ in der Mitte) auf der linken Seite der Adressleiste. Daraufhin wird dieses Menü angezeigt:

Klicken Sie auf das Rädchen auf der rechten Seite von „Content Blocking“, direkt neben „Benutzerdefiniert“. Wählen Sie die Option „Benutzerdefiniert“ und markieren Sie die Kästchen vor „Trackers“, „Cryptominers“ und „Fingerprinters“, wie in der Abbildung unten gezeigt.

Sie können auch das Kästchen vor „Cookies“ aktivieren und „Cookies von nicht besuchten Websites“ aus dem Dropdown-Menü wählen. Dadurch wird verhindert, dass Cookies von Websites, die Sie nicht besucht haben, Sie im Web verfolgen. Sie können sogar alle Cookies von Drittanbieter-Trackern blockieren, aber das schränkt die Fähigkeit des Browsers, eine große Anzahl von Websites zu laden, erheblich ein.
Einstellung 2: Deaktivieren der WebRTC-Funktion
Um WebRTC Leaks zu verhindern, geben Sie „about:config“ in die Adressleiste des Browsers ein und betätigen Sie die Eingabetaste. Es wird eine Warnung angezeigt, die darauf hinweist, dass Änderungen, die Sie vornehmen, den Browser beeinträchtigen könnten. Solange Sie die hier beschriebenen Schritte befolgen und keine weiteren Einstellungen ändern, müssen Sie sich keine Sorgen machen.
Klicken Sie an der Warnung vorbei und geben Sie „media.peerconnection.enabled“ in die Suchleiste ein, wie in der Abbildung unten gezeigt. Diese Einstellung ist standardmäßig auf „True“ eingestellt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diese Einstellung und klicken Sie auf „Toggle“, um den Wert auf „False“ zu setzen.

Einstellung 3: WebGL deaktivieren
Ähnlich wie beim Deaktivieren von WebRTC können Sie WebGL deaktivieren, indem Sie „about:config“ in die Adressleiste eingeben und nach „webgl.disabled“ suchen. Setzen Sie diese Einstellung auf „True“, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Umschalttaste rechts klicken. Starten Sie Firefox neu und Sie sollten WebGL ausgeschaltet haben.
Einstellung 4: Trace-Erweiterung
Trace ist eine Browser-Erweiterung, mit der Sie verschiedene Einstellungen spoofen können, die den Fingerprint Ihres Browsers ausmachen. Auch wenn das Hinzufügen einer Erweiterung zu Ihrem Browser ein wenig über das Ändern von Grundeinstellungen hinausgeht, kann sie sehr nützlich sein und wir würden sie sehr empfehlen, wenn Sie sich Sorgen um den Fingerprint Ihres Browsers machen.
Die Trace-Erweiterung bietet Ihnen viele verschiedene Optionen zur Anpassung Ihres Fingerprints. Sie können Ihren „Canvas“, „Audio“, „Bildschirmauflösung“, „Hardware“ und viele andere Funktionen anpassen. Das Bild unten gibt einen Eindruck davon, wie diese Erweiterung aussieht.

Sobald Sie Trace zu Ihrem Browser hinzugefügt haben, können Sie die Einstellungen aufrufen, indem Sie auf die Erweiterung in der oberen rechten Ecke klicken. Es öffnet sich eine neue Registerkarte, in der Sie erneut auf Einstellungen klicken müssen.
Anschließend können Sie „Trace Features“, „WebRTC Protection“ und „WebGL Fingerprinting Protection“ einschalten. Ihr Browser-Fingerprint wird nun nicht mehr so eindeutig sein wie zuvor, was Ihre Online-Privatsphäre erhöht.
Chrome

Obwohl Chrome der beliebteste Browser der Welt ist, ist er nicht die sicherste Option, wenn es um den Schutz vor WebRTC- und WebGL-Leaks geht. Die Standardeinstellungen tragen nicht viel dazu bei, Ihre Anonymität zu wahren.
Allerdings gibt es viele Möglichkeiten, die Sicherheit von Chrome zu verbessern. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, eine Reihe von Erweiterungen hinzuzufügen, mit denen Sie Ihre WebRTC- und WebGL-Einstellungen spoofen können.
Für WebRTC-Spoofing gibt es mehrere Optionen. Wählen Sie einfach eine der unten aufgeführten Erweiterungen aus und fügen Sie sie zu Ihrem Browser hinzu.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels gibt es nur eine Erweiterung, die Ihnen effektiv hilft, das WebGL-Problem zu lösen, und das ist WebGL Fingerprint defender.
Brave

Der Brave-Browser läuft auf Chromium, einem Open-Source-Projekt von Google. Dies bedeutet, dass alle Google Chrome-Erweiterungen auch für Brave funktionieren. Wenn Sie den Browser durch das Hinzufügen von Erweiterungen sicherer machen möchten, können Sie die oben genannten Programme verwenden.
Darüber hinaus können Sie mit den Einstellungen in Brave experimentieren, um sich besser vor Cookies, Trackern und WebRTC Leaks zu schützen. Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie Sie das tun können:
- Verwenden Sie eine anonyme Suchmaschine wie DuckDuckGo, Qwant und Startpage. Achten Sie darauf, dass Sie diese als Standard-Suchmaschine einstellen. Verwenden Sie nicht Google, denn Google ist einer der größten Datensammler der Welt.
- Gehen Sie zu „Einstellungen“, indem Sie auf die drei Streifen in der oberen rechten Ecke Ihres Browsers klicken. Scrollen Sie nach unten zum Abschnitt „Shields“ und aktivieren Sie „Verbindungen auf HTTPS umstellen“. Eine HTTPS-Verbindung ist sicherer als eine HTTP-Verbindung, so dass Sie mit dieser Option Ihre Privatsphäre beim Surfen im Internet schützen können.
- Sie können auch prüfen, ob Sie unter Datenschutz und Sicherheit sichere HTTPS-Verbindungen „erzwingen“ können, falls dies aufgeführt ist.
- Wählen Sie im Bereich „Cookies“ in Ihren Einstellungen die Option „Nur seitenübergreifende Cookies blockieren“. Dadurch wird verhindert, dass Websites Sie über verschiedene Teile des Internets hinweg verfolgen.
- Scrollen Sie nach unten und gehen Sie zu „Zusätzliche Einstellungen“. Aktivieren Sie die Option „Sicheres Browsen“, wenn sie dort aufgeführt ist.
- Minimieren Sie das Risiko von WebRTC Leaks, indem Sie unter „WebRTC IP Handling Policy“ die Option „Disable non-proxied UDP“ auswählen. Sie können auch eine der weniger sicheren Optionen wählen, wie z.B. „Nur öffentliche Standardschnittstelle“ oder „Öffentliche und private Standardschnittstellen“. Diese Optionen erlauben es dem Browser, bestimmte WebRTC-Funktionen zu laden, wenn eine Website sie anfordert. Sie erhöhen jedoch auch das Risiko, dass private Informationen durchsickern. Deshalb empfehlen wir, die sicherste Option zu wählen und die Funktion ganz zu deaktivieren.
- Auf der Registerkarte „Shields“ finden Sie die Option „Block fingerprinting“. Setzen Sie diese auf „Strict“.
- Setzen Sie im gleichen Bereich „Trackers & ads blocking“ auf „Aggressive“.
- Deaktivieren Sie auf der Registerkarte „Datenschutz und Sicherheit“ alle Analyse-, Diagnose- und Nutzungsoptionen.
Safari

Die Standardeinstellungen von Safari sind so eingestellt, dass Anfragen von Websites, die Zugriff auf Ihre Kamera oder Ihr Mikrofon suchen, blockiert werden. Die Standardeinstellungen verbergen auch Ihre IP-Adresse. Daher müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass WebRTC Ihre echte IP-Adresse aufdeckt.
Sie können die WebRTC-Funktion in den Einstellungen jedoch auch vollständig deaktivieren, wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihre Daten geschützt bleiben. Wechseln Sie zunächst in das Hauptmenü von Safari. Unter der Registerkarte „Develop“ gehen Sie auf die Registerkarte „WebRTC“ und stellen Sie sicher, dass „Legacy API“ deaktiviert ist.
Anschließend können Sie in den Einstellungen unter der Registerkarte „Develop“ den Abschnitt „Experimentelle Funktionen“ aufrufen. Hier können Sie alle Funktionen im Zusammenhang mit WebRTC und WebGL deaktivieren, außer dem „Profil 2 Codec“. Sie können auch den „VP9-Codec“ deaktivieren. Falls Sie aus irgendeinem Grund ein Problem mit dem Surfen haben sollten, notieren Sie sich, was Sie deaktiviert haben, damit Sie es wieder einschalten können.
Sie können auch uBlock Origin installieren. Wenn Sie jedoch speziell nach einem Schutz gegen potenzielles WebGL-Fingerprinting suchen, sollten Sie besser einen anderen Browser verwenden.
Opera

Abgesehen davon, dass Sie uBlock Origin zu Ihrem Opera-Browser hinzufügen können, ist es auch möglich, die Einstellungen zu ändern, um Ihre Online-Sicherheit zu erhöhen.
Dazu müssen Sie „WebRTC“ in die Suchleiste im Menü Einstellungen eingeben. Ihnen werden vier Optionen angezeigt, die vier verschiedenen Sicherheitsstufen gegen WebRTC Leaks entsprechen. Setzen Sie die WebRTC-Funktion auf „Proxy UDB ausschalten“. Genauso wie beim Brave-Browser können Sie auch eine der anderen drei Optionen wählen. Dies bedeutet jedoch, dass Ihr Browsererlebnis etwas weniger sicher ist.
Tor

Tor ist wahrscheinlich der privateste Browser, den es gibt. Mit dem Tor Browser können Sie ziemlich anonym im Internet surfen, denn das von Tor verwendete Netzwerk besteht aus verschiedenen Knotenpunkten, die Ihren Online-Verkehr umleiten und verschlüsseln.
Dieser Browser ermöglicht es Ihnen auch, das Dark Web zu besuchen, was allerdings sehr gefährlich sein kann, wenn Sie nicht die richtigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.
Der Tor-Browser ist zum Glück für die meisten WebRTC- und WebGL-Leaks nicht anfällig. Die grundlegenden Einstellungen von Tor sind so streng, dass der durchschnittliche Benutzer keine zusätzlichen Erweiterungen installieren muss. Sobald Sie JavaScript im Modus „Sicher“ ausgeschaltet haben, sind Sie vor den meisten Formen des Online-Trackings sicher.
Der Modus „Sicherer“ ist jedoch für die meisten mehr als ausreichend. Das heißt aber nicht, dass Tor unverwundbar gegen Leaks oder andere Sicherheitslücken ist. Wenn Sie mehr über diese Schwachstellen erfahren möchten, können Sie unseren Artikel über die Sicherheit des Tor-Browsers lesen.
Edge

Microsoft Edge ist zweifelsohne der beste und sicherste Browser, den Microsoft bisher veröffentlicht hat. Leider ist Edge weniger resistent gegen mögliche WebRTC- und WebGL-Leaks als einige andere Browser. Edge nutzt diese Protokolle standardmäßig und bietet Ihnen keine Möglichkeit, sie zu deaktivieren.
Wenn Sie Edge weiterhin verwenden möchten, schützen Sie sich am besten mit anderen Erweiterungen wie uBlock Origin oder der NordVPN-Browsererweiterung.
Zusammenfassung: Testen Sie Ihre Anonymität
Das Internet ermöglicht es, eine enorme Menge an Informationen über seine Nutzer zu speichern und zu sammeln. Das geschieht durch Website-Tracker, Cookies, Fingerprinting und mehr. Als Vielnutzer des Internets ist es gut, die verschiedenen Arten der Online-Identifizierung zu kennen und zu wissen, welche Möglichkeiten Sie haben, sich zu schützen.
Jeder Browser und jedes VPN hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Wir empfehlen Ihnen, sich unsere Liste der besten Internet-Browser für Ihre Privatsphäre anzusehen und diese mit Surfshark oder NordVPN zu kombinieren, damit Sie gut gegen WebRTC- und WebGL-Leaks geschützt sind.
Wenn Sie diese Anpassungen vorgenommen haben, können Sie eine der Websites zur Überprüfung der Anonymität über die obigen Links erneut besuchen und sehen, ob Ihr WebRTC-Leak dicht ist und sich Ihr Anonymitätswert verbessert hat. Brauchen Sie noch einen Tipp für unterwegs? Die meisten Browser funktionieren sogar noch besser, wenn diese Anpassungen mit den Modi „Inkognito“ oder „Privat“ kombiniert werden.
Haben Sie eine Frage zu WebRTC oder WebGL Leaks? Vielleicht haben wir sie unten bereits beantwortet.
WebRTC (Real-Time Communication) ist ein Plug-in, das es ermöglicht, Peer-to-Peer-Audio und -Video direkt über Ihren Browser zu streamen, anstatt über eine Videogesprächs-App. WebRTC macht Videoanrufe zwar bequemer, ist aber auch dafür bekannt, dass es versehentlich wahre IP-Adressen übermittelt. Wenn Sie ein VPN mit vollem WebRTC-Schutz benötigen, lesen Sie unbedingt unseren vollständigen Leitfaden zu WebRTC und WebGL.
Um WebRTC zu deaktivieren, müssen Sie Ihre Browsereinstellungen anpassen. In unserem vollständigen Leitfaden zu WebRTC- und WebGL-Leaks haben wir Schritt-für-Schritt-Anleitungen zusammengestellt, wie Sie die Einstellungen in gängigen Browsern wie Firefox, Chrome und Brave anpassen können. Falls Sie sich Sorgen um WebRTC-Leaks machen, gibt es nur einige wenige VPNs, die unserer Erfahrung nach konsistent Schutz bieten.
WebGL (Graphics Library) ist ein Plugin, das das Hardware-Rendering von 3D-Grafiken in Ihrem Browser ermöglicht. Obwohl diese Erweiterung Ihr Browsing-Erlebnis verbessert, kann WebGL Hardware-Informationen über Ihre Geräte preisgeben – z.B. über das Betriebssystem und den Browser. In unserem vollständigen Leitfaden zu WebRTC und WebGL Leaks finden Sie weitere Informationen und Lösungen.
VPNs mit schwachen Sicherheitsvorkehrungen werden WebRTC Leaks nicht verhindern. Sie brauchen einen Premium-Dienst mit hochgradigen Sicherheitsprotokollen. NordVPN und Surfshark bieten einen konsistenten Schutz gegen WebRTC-Leaks und verhindern, dass Ihre wahre IP-Adresse von Online-Trackern entdeckt wird.
