- Was bedeutet DNS?
- Was ist ein DNS-Server?
- Was ist DNS-Caching?
- Warum muss ich meinen DNS-Server ändern?
- Können Sie zu einem anderen DNS-Server wechseln?
- DNS-Server in Windows 10 ändern
- DNS-Server unter macOS ändern
- Welche DNS-Server eignen sich am besten für Sie?
- Kostenpflichtiger DNS oder kostenloser DNS-Dienst – was ist besser?
- Welcher DNS-Server ist am sichersten?
- DNS-Cache-Poisoning und DNS-Spoofing
- DNS-Hijacking und Umleitungen
- DNS-Lecks
- Was verursacht ein DNS-Leck?
- Woher weiß ich, ob ich ein DNS-Leck habe?
- Wie kann ich ein DNS-Leck beheben?
- Was ist SmartDNS?
- Die Schlussfolgerung
Das Domain Name System (DNS) gehört zu den Grundlagen des Internets. Computer erkennen nur Zahlen, deshalb dient das DNS als Online-Verzeichnis, um Domain-Namen aus Buchstaben wie VPNOverview.com/de mit numerischen IP-Adressen abzugleichen. DNS-Server speichern Millionen von Domain-Namen und deren IP-Adresse.
Ein Internetanbieter stellt seinen Nutzern in der Regel einen DNS-Server zur Verfügung, der jedoch langsam, unsicher oder instabil sein kann. Internetnutzer können aber ihren primären Name-Server manuell ändern oder sogar einen komplett anderen Anbieter wählen.
Öffentliche DNS-Server bieten ihren Nutzern mehr Sicherheit, höhere Geschwindigkeiten und stabile Verbindungen. Zusätzlich enthalten sie oft Funktionen wie die Sperrung bestimmter Inhalte. Zu den beliebtesten Anbietern gehören Google Public DNS (8.8.8.8. oder 8.8.4.4.), Cloudflare (1.1.1.1. oder 1.0.0.1.) oder OpenDNS (208.67.222.222 oder 208.67.220.220).
Möchten Sie mehr über DNS-Server erfahren und wissen, welche sicher zu benutzen sind? Lesen Sie den vollständigen Artikel im Anschluss.
Das Domain Name System (DNS) ist einer der Eckpfeiler für das Internet und seine Funktionen. Trotzdem sind sich viele Nutzer nicht bewusst, dass sie dieses System täglich benutzen. Ob beim Surfen in sozialen Medien, beim Abrufen von E-Mails oder beim Lesen von Nachrichten – DNS sorgt dafür, dass Sie beim Surfen an Ihr Ziel kommen.
Aber wie funktioniert DNS? Was ist ein DNS-Server? Welche DNS sind am sichersten? Kann man seinen DNS-Server einfach wechseln? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Artikel.
Was bedeutet DNS?
Das Konzept des Surfens im Internet wirkt einfach für den Endnutzer. Gibt man eine Webadresse wie www.VPNOverview.com/de in den Browser ein, und schon erscheint die Website auf dem Bildschirm. Dass dies so funktioniert, verdanken wir unter anderem dem Domain Name System (DNS). Es gibt jedem Internetnutzer und jeder Domain eine einzigartige IP-Adresse, quasi eine virtuelle Anschrift.
Server, die Ihre Eingaben verarbeiten, verstehen nämlich eigentlich keine Domain-Namen wie VPNOverview.com/de – deren Sprache besteht aus Ziffern. Daher benötigen Sie numerische IP-Adressen wie 191.76.350.198.
Versetzen Sie sich in folgende Lage: Sie wissen noch, dass ein Familienmitglied in der Overview-Straße 123 wohnt, vielleicht erinnern Sie sich auch noch an manche Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Freunden, aber Sie können sich nicht an alle erinnern. Es sind einfach zu viele Nummern.
Aber Sie kennen die Namen aller und können sie in der Kontaktliste Ihres Smartphones nachschlagen. Im Internet gibt es dafür das DNS-System. Es ist wie Ihre Kontaktliste, gleicht aber Domain-Namen mit numerischen IP-Adressen ab.
Was ist ein DNS-Server?
Offensichtlich wäre eine DNS-Datenbank für das gesamte Internet viel zu groß, um sie in einem Smartphone zu speichern. Nach Angaben der zentralen deutschen Registrierungsstelle DENIC sind alleine 17 Millionen Domains mit der .de Endung registriert, insgesamt sind es rund 370 Millionen Domains weltweit (Stand 2021).
Diese Domain-Namen und die dazugehörigen IP-Adressen sind auf Servern in der ganzen Welt gespeichert, die DNS-Server genannt werden. Diese Server verarbeiten die Anfragen von Desktop- oder Mobilgeräten, den sogenannten DNS-Clients.
Es gibt zwei Haupttypen von DNS-Servern:
- Autoritative DNS-Server: Bewahren verlässliche Domain-Informationen für bestimmte Zonen des Internets. Diese Server sind in einem redundanten System organisiert, bestehend aus Haupt- und Nebenservern, um Ausfälle zu minimieren.
- Nicht-autoritative DNS-Server: Nutzen Daten von anderen Servern und speichern diese temporär in einem Cache.
Da DNS-Server ständig mit DNS-Anfragen bombardiert werden, kommunizieren sie ständig miteinander, um Redundanzen aufzufangen und Daten über Webseiten zu aktualisieren. Mit dem DNS-System spielt es keine Rolle, ob sich die IP-Adresse oder das Hosting einer Website ändert. Die DNS-Server bringen Sie immer zur korrekten IP-Adresse, damit Sie beispielsweise die neuesten VPN-Anbieter-Tests lesen können.
Was ist DNS-Caching?
Sogenannte „Resolver“ speichern IP-Adressen vorübergehend, um wiederholte Abfragen zu beschleunigen. Dieser Cache wird nach einer bestimmten Zeit (die sogenannte Time-to-live, TTL) aktualisiert. Ein hoher Cache-Wert ermöglicht schnellere Zugriffe. Sobald ein Resolver die richtige IP-Adresse erhält, kann eine bestimmte Website diese zwischenspeichern.
Wenn andere Clients während dieser Zeit Anfragen an diesen Domain-Namen senden, überspringt der Resolver die DNS-Abfragen und antwortet einfach mit der IP-Adresse des Servers, die im Server-Cache gespeichert ist. Sobald der Timer abgelaufen ist, kann der Resolver eine zweite IP-Adresse abrufen, um einen weiteren Eintrag in seinen Cache aufzunehmen. Der Timeout wird von jedem DNS-Eintrag in den entsprechenden Domänen angegeben.
Warum muss ich meinen DNS-Server ändern?
Wenn Sie diesen Ratgeber lesen, verwenden Sie bereits einen DNS-Server. Wenn Sie nicht wissen, welchen DNS-Server Sie verwenden, hat Ihr Internetdienstanbieter (ISP) diesen wahrscheinlich automatisch bei der Anmeldung verwendet. Obwohl viele Internetnutzer den von ihrem Internetanbieter bereitgestellten DNS-Server nie verlassen, gibt es verschiedene Gründe, zu einem kostenlosen DNS-Server eines Drittanbieters zu wechseln.
Schnellere Verbindungen
Drittanbieter bieten oft eine höhere Leistung hinter ihren DNS-Servern und bieten den Internetnutzern schnellere Verbindungen. Die Leistung von DNS-Servern kann von der Entfernung zwischen dem Server und Ihrem WLAN-Router abhängen. Denken Sie also daran, dass der Standort einen Einfluss auf die Leistung haben kann.
Datenschutz
Dass Ihr aktueller DNS-Server möglicherweise Ihrem Internetanbieter gehört, kann aus Datenschutzsicht ein Problem darstellen. Wenn Sie den DNS-Server Ihres Internetdienstanbieters ohne VPN verwenden, kann Ihr Internetdienstanbieter Ihre Online-Aktivitäten kontrollieren.
Unzureichende Datenschutz- oder Sicherheitsmaßnahmen führen gleichzeitig dazu, dass Dritte Ihre Internetaktivitäten einsehen können oder dass Ihr Internetanbieter Ihren Surf-Verlauf nutzt, um gezielte Werbung zu schalten.
Zuverlässigkeit
Manchmal erhalten wir Fehlermeldungen, wenn wir versuchen, auf eine Website zuzugreifen. Server, die von Ihrem Internetanbieter zur Verfügung gestellt werden, sind dabei oft langsamer und anfällig für Ausfälle. Benutzer wechseln daher häufig zu speziellen DNS-Anbietern, weil sie sich davon einen unterbrechungsfreien Betrieb und einen zuverlässigeren Service versprechen.
Filterung von Inhalten
Der DNS-Anbieter Ihres Internetanbieters bietet möglicherweise keine ausreichende Kindersicherung. Mit dem Nameserver eines Drittanbieters wie OpenDNS können Sie nicht jugendfreie Websites oder ganze Kategorien direkt an der Quelle blockieren.
Sicherheit
Bei all der Malware, Phishing-Webseiten und anderen Betrügereien, die in der Online-Welt ihr Unwesen treiben, ist Sicherheit wichtiger denn je. Sie möchten nicht auf einem Server landen, der von einem Hacker kontrolliert wird. Einige öffentliche DNS-Server werben mit fortschrittlichen Sicherheits- und Verschlüsselungsprotokollen.
Können Sie zu einem anderen DNS-Server wechseln?
Der Wechsel von Ihrem derzeitigen DNS-Dienst zu einem sichereren DNS-Anbieter hat keine negativen Folgen. Änderungen können nötigenfalls rückgängig gemacht werden. Wer gerne verschiedene Anbieter ausprobieren möchte, kann dies also problemlos tun.
Bevor Sie Ihre DNS-Einstellungen ändern, sollten Sie sich Ihre aktuellen DNS-Einstellungen notieren. Falls Sie die Änderungen rückgängig machen möchten, benötigen Sie diese Nummern als Backup.
DNS-Server in Windows 10 ändern
- Öffnen Sie die Systemsteuerung.
- Wählen Sie unter „Netzwerk und Internet“ die Option „Netzwerkstatus und -aufgaben anzeigen“.
- Wählen Sie „Adaptereinstellungen ändern“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „Netzwerkadapter“ und wählen Sie „Eigenschaften“.
- Wählen Sie „Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4)“ und dann „Eigenschaften“.
- Geben Sie Ihre bevorzugten und alternativen DNS-Server-IP-Adressen ein (diese finden Sie weiter unten in diesem Artikel).
- Wählen Sie abschließend „OK“.
- Testen Sie Ihren Browser mit einer neuen Website-Anfrage. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Browser nicht auf den Cache zugreift, indem Sie ihn leeren oder inkognito surfen. Es kann etwa zehn bis dreißig Sekunden dauern, bis die Verbindung mit dem neuen DNS-Server hergestellt ist.

DNS-Server unter macOS ändern
- Wählen Sie das Apple-Menü.
- Wählen Sie „Systemeinstellungen“ und klicken Sie auf „Netzwerk“.
- Wählen Sie die Verbindung, die Sie konfigurieren möchten (WLAN oder Ethernet) und klicken Sie dann auf „Erweitert“. Wählen Sie den Reiter „DNS“.
- Klicken Sie auf „+“, um eine neue IP-Adresse hinzuzufügen oder eine aufgelistete Adresse zu ersetzen. Geben Sie Ihre bevorzugten und alternativen DNS-Server-IP-Adressen ein (mehr weiter unten in diesem Artikel).
- Klicken Sie auf „OK“ und anschließend auf „Übernehmen“, wenn Sie fertig sind.
- Testen Sie Ihren Browser mit einer neuen Website-Anfrage. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Browser nicht auf den Cache zugreift, indem Sie ihn leeren oder inkognito surfen. Es kann zehn bis dreißig Sekunden dauern, bis die Verbindung zum neuen DNS-Server hergestellt ist.


Welche DNS-Server eignen sich am besten für Sie?
Wenn Sie Ihren DNS-Service wechseln möchten, gibt es eine Vielzahl möglicher Kandidaten. Einige Anbieter konzentrieren sich ausschließlich auf Sicherheit und Geschwindigkeit, andere bieten noch viele weitere Funktionen. Welchen DNS-Server Sie letztendlich wählen, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Wechseln Sie zu einem der unten aufgeführten DNS-Server, müssen Sie lediglich die IP-Adresse des Servers in Ihrem Router ändern.
Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich, es sei denn, Sie möchten zu einem kostenpflichtigen Tarif wechseln oder spezielle Funktionen, wie die Filterung von Inhalten, nutzen.
Öffentliche DNS-Server sind in der Lage, jede Ihrer Anfragen zu verfolgen und zu speichern. Sie sehen jede Domain, die Sie besuchen, doch mit einer guten Begründung. Auf diese Weise können die Server Ihre bevorzugten Seiten schneller aus dem Cache abrufen und Ihr Nutzererlebnis verbessern. Allerdings können die Anbieter Ihre Internetaktivitäten für spätere Zwecke protokollieren.
Hier unsere DNS-Server Liste:
Google Public DNS

Die Google-Suche, Google Chrome, das Android-Betriebssystem und viele andere Google-Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch hinter diesen Anwendungen steckt Google Public DNS, einer der schnellsten verfügbaren DNS-Server. Der Google DNS-Server ist seit 2009 kostenlos verfügbar und ist über die leicht zu merkenden IP-Adressen 8.8.8.8 und 8.8.4.4 zu erreichen.
Die strengen Sicherheitsvorkehrungen des Technologie-Giganten schützen zuverlässig vor Hackern und Cyberangriffen. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Google sich zu großen Teilen über Werbung finanziert und die Aktivitäten seiner Nutzer zu Marketingzwecken verfolgen und überwachen kann.
OpenDNS

OpenDNS bietet seit 2006 kostenlose, öffentliche Server an. Das Unternehmen speichert DNS-Webbrowsing-Aktivitäten und IP-Adressen. Auch wenn OpenDNS dies zur Personalisierung und Verbesserung des Nutzererlebnisses tut, sollte dies Datenschutz-affinen Nutzern bewusst sein. OpenDNS bietet einen kostenlosen „Family Shield“-Serverplan, der es Haushalten ermöglicht, Inhalte zu blockieren, die für Kinder ungeeignet sind. Ähnliche Server sind auch für kleine Unternehmen verfügbar, um schädliche, anstößige oder zeitraubende Websites zu blockieren.
Cloudflare

Cloudflare ist noch nicht so lange auf dem Markt wie die beiden anderen großen Anbieter. Dennoch hat es sich im DNS-Bereich schnell einen Namen gemacht. Cloudflare stellt Nameserver für einige der größten und innovativsten Unternehmen bereit, darunter IBM, Shopify, L’Oréal, Doordash und Labcorp. Das System bietet erhöhte Sicherheit über die IP-Adressen 1.1.1.1 und 1.0.0.1. Je nach Bedarf nutzen Sie den kostenlosen öffentlichen DNS-Server oder die monatlichen Tarife mit kostenpflichtigen Add-ons zwischen $20 und mehreren hundert Dollar.
Uncensored DNS

Seit 2009 gibt es in Dänemark zwei kostenlose öffentliche Nameserver. Der Initiator, Thomas Steen Rasmussen, ist ein alter Hase in der Branche und hat zuvor DNS-Server für verschiedene Internetprovider betrieben, um die dänischen Zensurbestimmungen zu erfüllen. Mit Uncensored DNS hat er ein Herzensprojekt geschaffen, bei dem keinerlei Benutzerdaten oder Nutzungsinformationen gespeichert werden. Die Server sind zudem mit Sicherheitsprotokollen wie DoH und DoT ausgestattet, um sie vor Hackerangriffen zu schützen. Die Nutzer können sicher sein, dass ihre Daten trotz fehlender formeller Verträge nicht gesammelt werden.
Quad9

Quad9 ist ein weiterer kostenloser öffentlicher DNS-Server, der mit Geschwindigkeit und erstklassiger Sicherheit wirbt und seit 2017 verfügbar ist. Er wird von der in der Schweiz ansässigen Quad 9 Foundation betrieben, deren Ziel es ist, „ein sichereres und stabileres Internet für alle zu schaffen“. Der Dienst blockiert die Suche nach gefährdeten Hostnamen aus einer ständig aktualisierten Liste von Bedrohungen. Laut Angaben des Unternehmens werden täglich 60 Millionen solcher Blockierungen vorgenommen.
Comodo DNS

Comodo ist ein kostenloser DNS-Server-Schutz mit einer breiten Palette an DNS-Sicherheitslösungen wie Secure Internet Gateway & Advanced Endpoint Protection. Nutzer können ihren Nameserver einfach auf die Comodo IP-Adresse 8.26.56.26 oder 8.20.247.20 umstellen, um den Dienst kostenlos zu nutzen, oder ein kostenloses Paket mit bis zu 300.000 DNS-Abfragen pro Monat abonnieren. Entscheiden Sie sich für das Upgrade auf ein Business-Paket, können Sie zusätzliche Funktionen wie vollständige Verschlüsselung des DNS-Verkehrs, Content-Filterung und erweiterten Malware-Schutz aktivieren.
| Kostenlose Public DNS Server | IP-Adressen (IPv4) | IP-Adressen (IPv6) |
|---|---|---|
| Google Public DNS | 8.8.8.8 8.8.4.4 | 2001:4860:4860::8888 2001:4860:4860::8844 |
| OpenDNS | 208.67.222.222 208.67. 220.220 | 2620:119:35::35 2620:119:53::53 |
| Cloudflare DNS | 1.1.1.1 1.0.0.1 | 2606:4700:4700::1111 2606:4700:4700::1001 |
| Uncensored DNS | 91.239.100.100 89.233.43.71 | 2001:67c:28a4:: 2a01:3a0:53:53:: |
| Quad 9 | 9.9.9.9 149.112.112.112 | 2620:fe::fe 2620:fe::9 |
| Comodo DNS | 8.26.56.26 8.20.247.20 |
Kostenpflichtiger DNS oder kostenloser DNS-Dienst – was ist besser?
Die voreingestellten Nameserver der großen Internetanbieter sind aus den vorgenannten Gründen nicht immer zu empfehlen. Viele kostenlose öffentliche DNS-Server wie Google DNS, Cloudflare oder OpenDNS bieten dagegen die Sicherheit und Geschwindigkeit, die sich viele Nutzer wünschen.
Wer eine Domain für eine neue Webseite registriert, erhält von der Registrierungsstelle auch eine DNS-Adresse. Wer sich für einen kostenpflichtigen Dienst entscheidet, erhält einen schnelleren, zuverlässigeren und sichereren Zugang.
Als Freiberufler oder Kleinunternehmer mit einer kleinen Webseite ist es vielleicht nicht notwendig, einen kostenpflichtigen Premium-Dienst zu registrieren. Wenn Sie jedoch eine kommerzielle Webseite mit hohem Besucheraufkommen betreiben, die eine ständige Verfügbarkeit und zusätzliche Sicherheit für Ihre Kunden erfordert, profitieren Sie wahrscheinlich von den Vorteilen bestimmter Premium-Funktionen. Das gilt erst recht, da die Basisdienste für Ihre Domains in der Regel nur wenige Euro pro Monat kosten.
Welcher DNS-Server ist am sichersten?
Letztendlich ist die Wahl des DNS-Servers eine Frage der persönlichen Präferenz. Google Public DNS bietet Geschwindigkeit und Cybersicherheit, möglicherweise auf Kosten der Speicherung Ihrer Internetaktivitäten für eine spätere Verwendung. Wenn Sie bereit sind, Geschwindigkeit gegen Diskretion einzutauschen, können Sie Uncensored DNS ausprobieren.
Wenn Sie explizite Inhalte oder Websites blockieren müssen, die Ihre Kinder nicht besuchen sollen, ist OpenDNS möglicherweise die beste Wahl.
Am wichtigsten ist es, einen sicheren DNS-Server zu finden. Wenn Sie einen Server verwenden, der für Hackerangriffe anfällig ist, könnten Sie Opfer von DNS-Cache-Poisoning, DNS-Spoofing oder anderen DNS-bezogenen Cyberangriffen werden.
Leider ist bekannt, dass versierte Hacker in unsichere DNS-Server eindringen und Sicherheitslücken im Domain Name System ausnutzen. Es gibt eine Reihe von Cyberangriffen, die auf verwundbare Server und DNS-Caches angewendet werden können.
Welche das sind? Hier einige der häufigeren Angriffe:
DNS-Cache-Poisoning und DNS-Spoofing
Ihr DNS-Cache ist der Ort, an dem Ihre vorherigen DNS-Anfragen und -Suchen vorübergehend in Ihrem Betriebssystem oder Browser gespeichert werden. Durch die Speicherung dieser lokalen DNS-Informationen kann das Betriebssystem oder der Browser Ihre Domain- und IP-Abfragen schneller und effizienter abrufen.
Beim DNS-Cache-Poisoning werden Server dazu verleitet, eine Verbindung zu einer bösartigen IP-Adresse herzustellen, indem der Cache eines DNS-Resolvers mit gefälschten Adressen gefüllt wird, die einer DNS-Anfrage entsprechen. Im Erfolgsfall kann der Benutzer, sobald er sich im Cache befindet, auf eine gefälschte Website – beispielsweise eine betrügerische PayPal-Website – umgeleitet werden, auf der er sensible und persönliche Finanzdaten eingeben kann.
Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Browser im Auge behalten, wenn Sie Websites besuchen, die sensible persönliche Daten erfordern. Die gefälschte URL im Browser lautet dann nämlich nicht paypal.com, sondern eine Variante wie yourbestpaypall.com oder etwas ganz anderes.
DNS-Hijacking und Umleitungen
Von DNS-Hijacking spricht man, wenn Hacker die DNS-Einstellungen mit verschiedenen Methoden physisch verändern. DNS-Spoofing kann auf diese Weise durchgeführt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für DNS-Hijacking:
Gekaperter DNS-Server: Cyberkriminelle können einen unsicheren DNS-Server hacken und Einstellungen und Datensätze ändern, um DNS-Anfragen auf schädliche Domains umzuleiten. Jeder, der diesen DNS-Server verwendet, verwendet einen DNS-Server, der von einem Hacker gekapert wurde.
Gekaperter DNS-Router: Kriminelle können die Kontrolle über einen Router übernehmen und die DNS-Einstellungen ändern, was sich auf alle Geräte auswirkt, die den Router verwenden, und sie auf bösartige Websites umleiten.
Lokal gehackte DNS: Hacker installieren einen Trojaner auf dem Gerät eines Benutzers und ändern die lokalen DNS-Einstellungen. Dadurch werden die Nutzer auf bösartige Websites umgeleitet.
Einige Internetanbieter können sogar eine Form dieser Methode verwenden, um die DNS-Anfragen eines Nutzers zu kapern, Daten zu sammeln und dann Werbung zurückzuschicken. Einige autoritäre Regierungen nutzen Formen des DNS-Hijacking, um Zensur durchzusetzen und Nutzer auf Websites umzuleiten, die von der Regierung genehmigt sind.
Alle oben genannten Drittanbieter von DNS-Diensten verfügen über umfassende Sicherheitsvorkehrungen, um solche Angriffe zu verhindern, der DNS-Server Ihres Internetdienstanbieters jedoch möglicherweise nicht.
DNS-Lecks
Ein DNS-Leck liegt vor, wenn die VPN-Verbindung eines Benutzers nicht ordnungsgemäß funktioniert hat und die Daten des Benutzers nun außerhalb der sicheren Verbindung übertragen werden. Das bedeutet, dass die Daten des Benutzers von seinem Internetdienstanbieter oder einem anderen Dritten eingesehen werden können.
Wenn Sie einen VPN-Server verwenden, wird Ihre DNS-Anfrage über das VPN an einen anonymen Server gesendet, sodass Ihr Internetdienstanbieter Ihre Aktionen nicht überwachen kann. Bei einem DNS-Leck hingegen umgeht Ihr Browser das VPN und sendet Ihre Anfrage an den Server Ihres Internetdienstanbieters. Die Gefahr besteht darin, dass die Benutzer in der Regel nicht wissen, dass ein Leck aufgetreten ist, und glauben, dass ihre privaten Daten sicher sind, auch wenn dies nicht der Fall ist.
Was verursacht ein DNS-Leck?
Es gibt verschiedene Gründe für DNS-Lecks:
Falsch konfiguriertes VPN: In den meisten Fällen wird ein DNS-Leck durch einen VPN-Dienst verursacht, der für ein Gerät oder Betriebssystem falsch konfiguriert wurde. Aus diesem Grund sollten Benutzer einen VPN-Dienst mit plattformübergreifenden Clients wählen.
Inkompatibilität des Betriebssystems: Viele Betriebssysteme verfügen über Funktionen, die DNS-Anfragen beeinträchtigen können. In einigen Fällen kann das Problem auf eine fehlerhafte Konfiguration des Netzwerks oder des DNS-Servers zurückzuführen sein.
DNS-Hijacking: Es besteht auch die Möglichkeit, dass ein Cyberkrimineller den Server, Router oder das lokale Gerät eines Nutzers gehackt hat, um dessen Daten außerhalb des VPN-Tunnels zu senden.
Woher weiß ich, ob ich ein DNS-Leck habe?
Im Allgemeinen ist es schwierig festzustellen, ob Ihr Rechner DNS-Anfragen über den Server Ihres Internetanbieters statt über den VPN-Server leitet. Es gibt viele verschiedene DNS-Leaktests, zum Beispiel www.dnsleaktest.com und www.ipleak.net. Diese Tests sind einfach durchzuführen. Auf dnsleak.com navigieren Sie einfach zur Website und wählen Sie die Schaltfläche „Standard Test“ oder „Advanced Test“.

Beide Lösungsansätze funktionieren, aber die erweiterte Version führt einen detaillierteren Test durch. Klicken Sie auf den gewünschten Test, um die Ergebnisseite anzuzeigen und eine Liste der DNS-Server-IPs zu erhalten.
Wenn eine der IP-Adressen zu Ihrem Internetprovider gehört, bedeutet dies, dass dieser Ihre Verbindung sehen und Ihre privaten Daten oder Online-Aktivitäten verfolgen kann. Gehören die IP-Adressen jedoch zu Ihrem VPN-Anbieter, bedeutet dies, dass kein DNS-Leck vorliegt und Ihr Datenverkehr sicher ist.
Wie kann ich ein DNS-Leck beheben?
Wenn Sie festgestellt haben, dass bei Ihnen ein DNS-Leck aufgetreten ist, gibt es verschiedene Methoden, um das Leck zu beheben und zu verhindern, dass es erneut auftritt.
- Wechseln Sie Ihren DNS-Server: Wechseln Sie zu Google Public DSN, OpenDNS, Cloudflare oder Uncensored DNS, wenn Sie ein Leck haben. Wenn Sie befürchten, dass Ihr Internetanbieter oder Dritte Ihre Aktivitäten überwachen, können sie dies auf sichereren Servern nicht mehr tun.
- Verwenden Sie DNS-Server von VPN-Anbietern: Einige VPN-Anbieter wie ExpressVPN, Surfshark oder NordVPN ermöglichen Ihnen die Verwendung ihrer eigenen privaten, verschlüsselten DNS-Server zusätzlich zur Bereitstellung eines privaten Browser-Tunnels.
- Verwenden Sie ein VPN mit Schutz vor DNS-Lecks: Einige Premium-VPN-Anbieter (etwa ExpressVPN, Surfshark und Private Internet Access) verfügen über Funktionen, die die Nutzerinnen und Nutzer im Falle eines DNS-Lecks benachrichtigen.
Was ist SmartDNS?
Smart DNS ist eine Technologie, die den Zugriff auf Websites und digitale Medien ermöglicht, die in Deutschland oder an Ihrem aktuellen Standort aufgrund einer Geo-Blockierung nicht verfügbar sind.
Wenn Sie also in diesem Sommer ein europäisches Land besuchen, können Sie in Ihrem Hotelzimmer amerikanische Netflix-, Amazon Prime- oder Disney Plus-Sendungen sehen oder Pandora-Musik vom Liegestuhl am Pool aus hören. Und wenn Sie in einem Land leben, in dem Facebook gesperrt ist, können Sie ein Konto einrichten. Dieses Konzept ähnelt einem VPN, funktioniert aber anders.
Ein VPN verschleiert Ihre IP-Adresse und schafft eine getunnelte Verbindung für mehr Anonymität. SmartDNS leitet dagegen Ihre DNS-Anfragen an seine inhaltsfreundlichen DNS-Server um und öffnet Ihnen so die Tür zu den gesperrten Inhalten, ohne dass Sie Verdacht erregen.
Nutzer können SmartDNS einem VPN vorziehen, um automatische Sicherheits- und Bot-Checks zu vermeiden, die ausgelöst werden, wenn sich ein Nutzer wiederholt von verschiedenen IP-Adressen aus anmeldet. Da der Schwerpunkt auf Streaming-Inhalten liegt, scheint ein Vorteil in der Geschwindigkeit zu liegen. Ein VPN verwendet einen Teil der Bandbreite für die Verschlüsselung Ihrer Internetaktivitäten verwendet und ermöglicht es Ihnen, völlig anonym zu bleiben.
Möglicherweise schatet SmartDNS Inhalte, die an Ihrem Standort nicht verfügbar sind, sogar mit einer höheren Geschwindigkeit frei. Insgesamt bietet ein VPN mehr Sicherheit im Internet und ist die bessere Wahl für die Freischaltung von Inhalten, da es Ihre Identität und Ihre Aktivitäten schützt, während es die gleichen Funktionen erfüllt.
Die Schlussfolgerung
Das Domain Name System, deutsch Domänennamen-System oder kurz DNS, ist das Fundament des Internetverkehrs. Die besten DNS-Server zu wählen, kann einen großen Unterschied machen, wenn man sein Online-Erlebnis verbessern möchte. Wenn Sie langsame oder schlechte Verbindungen oder andere Probleme haben, ist es vielleicht an der Zeit, sich nach neuen DNS-Servern umzusehen.
Wenn Sie glauben, dass die DNS-Server Ihres Internetanbieters unsicher sind, versuchen Sie es mit Google DNS, Cloudflare, OpenDNS, Quad9, Uncensored DNS oder Comodo. Falls Sie jedoch vor allem Ihre Internetaktivitäten vor neugierigen Blicken und Datensammlern schützen möchten, nutzen Sie die Anonymität, die ein VPN bietet.
Sie haben eine Frage zum Domain Name System (DNS) und zu DNS-Servern? Klicken Sie unten auf eine der häufig gestellten Fragen, um die Antwort zu lesen.
Ein DNS-Server (Domain Name System Server) ist ein spezialisierter Server im Internet, der als Vermittler zwischen Benutzern und Websites fungiert. Bei einer Anfrage leitet der DNS-Server den Nutzer zur korrekten IP-Adresse. Kann eine Zuordnung nicht gefunden werden, wird die Anfrage an andere DNS-Server weitergegeben, wobei der von ICANN verwaltete Root-Nameserver das letzte Glied in dieser Kette ist. Um Ausfälle zu vermeiden, gibt es Primary und Secondary Nameserver als Backups. DNS-Server verfügen auch über einen Cache, um wiederholte Anfragen effizient zu bearbeiten.
Für die Suchmaschinenoptimierung sind DNS-Server essenziell, da Probleme bei der Namensauflösung die Erreichbarkeit einer Webseite beeinflussen können. Auf diese Weise leitet der DNS-Server den gesamten Datenverkehr durch einen verschlüsselten VPN-Tunnel und ändert bei Bedarf Ihre IP-Adresse. Kurz gesagt, ein DNS-Server sorgt dafür, dass Sie von überall auf der Welt anonym auf eine Website zugreifen können.
Ihr DNS-Server wird Ihnen in der Regel von Ihrem Internet-Provider zugewiesen.
- Auf einem Windows-Rechner finden Sie ihn in der CMD mit ipconfig /all.
- Unter MacOS finden Sie ihn unter Systemeinstellungen > Netzwerk > Erweitert > DNS.
- Linux-Benutzer können im Terminal cat /etc/resolv.conf einsehen und gegebenenfalls ändern.
Ein ausgefallener DNS-Server kann den Zugriff auf Websites verhindern oder verlangsamen. Dies wirkt sich auf das Surfen sowie auch auf andere Internetdienste wie Ihre E-Mails aus. Ein Wechsel zu einem anderen Nameserver kann vorübergehend Abhilfe schaffen. Wenn Sie ein VPN (Virtual Private Network) verwenden, können DNS-Probleme ebenfalls auftreten, da viele VPNs ihre eigenen DNS-Server verwenden. Bei Problemen sollten Sie überprüfen, ob das VPN richtig konfiguriert ist, oder erwägen, innerhalb des VPN zu einem zuverlässigeren DNS-Server zu wechseln. Um auch bei einem DNS-Ausfall stets sicher und anonym zu bleiben, sollten Sie ein VPN mit Kill-Switch verwenden.

